Bau des Gerinnes

Der Aufbau des Gerinnes sollte aus Holz sein, dies hatte ausschließlich ästhetische Gründe.

Holz gefällt uns eben.

Da Holz aber auch sehr Witterungsempfindlich ist sollte es möglichst beständiges Holz sein.

Im Vorfeld, vor der Sanierung, mussten einige Bäume weichen, unter anderem eine große Robinie.

Das Robinienholz ließen wir uns durch ein mobiles Sägewerk zu Bohlen schneiden und lagerten es auf dem Scheunenboden ab.

Die Eichenbalken für das Ständerwerk gewannen wir aus einem Gebäuderückbau.

Die Maße des Gerinnes waren durch das Rad vorgegeben, die Breite der Rinne ergab sich bereits bei der Radberechnung und die Höhe ergibt sich durch den Raddurchmesser.

Einzig der Einlaufpunkt zum Radscheitelpunkt war nicht ganz klar, da das Wasser beim Austritt aus der Rinne vor dem Einfall ins Rad einen Bogen beschreibt und das Gerinne somit schon vor dem Radscheitelpunkt enden muss.

Die rechnerische Auslegung dieses Punktes gestaltete sich für uns schwierig, da er mit der Wassermenge variiert.


Zimmern der Ständerkonstruktion


Aufbau der Ständerkonstruktion


Beplanken des Gerinnes

 

Wir fingen mit dem Zimmern des Ständerwerkes an, hierfür wurde ein Zimmerplatz auf dem Hof eingerichtet, anschließend wurde das Ständerwerk gefertigt und errichtet.

Nach der Fertigung brachten wir es an seinen Bestimmungsort, bauten es auf und schlugen die Holznägel ein.

Nach dem Richtfest kam nun das eigentliche Gerinne an die Reihe.

Hier konnten wir nun auf die abgelagerten Robinienbohlen zurückgreifen.

Zur Auflage der Bohlen konstruierten wir vier „Eisengeweihe“, diese tragen das Gerinne und dienen der Höheneinstellung der Rinne.

Das Ende des Gerinnes zum Rad hin erstellten wir verstellbar.

Mittels zweier Linearmotoren betrieben, kann das Ende der Rinne nun dem Wasserstand angepasst werden.

Bei Niedrigwasser wird das Gerinne vorgefahren und somit wird gewährleistet, dass das Rad richtig herum anläuft.

Mit steigendem Wasserstand, der mittels Ultraschallsensor ermittelt wird, fährt das Gerinne zurück.

So wird sichergestellt, dass beim Eintritt kein Fallhöhenverlust auftritt.

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